25.11. - Tag gegen Gewalt an Frauen - Aktion in München

Beteiligt Euch am Tag gegen Gewalt an Frauen: 12:00 Auftakt am Prälat-Miller-Weg / Viktualienmarkt, danach Demo zur Staatsoper

Liebe Frauen und Männer,

 Aus dem Aufruf der Koordinatorinnen der Weltfrauenkonferenzen und einer Repräsentantin des Weltfrauenmarschs in Afrika zum Tag gegen Gewalt an Frauen heißt es: „an diesem Tag vereinigen wir unsere Kräfte mit allen Frauen der Welt, um alle Formen der Gewalt zurückzuweisen. Der Kampf für Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und vor allem Frieden ist unser Anliegen.“

 

Diesem Anliegen wurde vor 100 Jahren zu erstem Mal unbestreitbar und unübersehbar zum Durchbruch verholfen:

So jährte sich am 7.11. die Oktoberrevolution in Russland zum 100sten Mal. In vielen Berichten wird die Revolution als Putsch verunglimpft.

Unbestritten aber sind die fundamentalen Gesetze, genannt Dekrete, die der Rat der Volkskomissare danach erließ. Sie sind Ausdruck einer wirklich revolutionären Veränderung.

    • Dekret über den Frieden – mit dem der 1. Weltkrieg beendet wurde. das Dekret über Land und Boden – es enteignete Großgrundbesitzer und verteilte das Land auf die verarmten kleinen Bauern und Pächter;
      Bodenschätze, Wälder und Seen wurden verstaatlicht

    • Dekret zur Trennung von Kirche und Staat

    • Dekret über den 8-Stunden-Tag – bedeutet auch mehr Zeit für Familien- und Gemeinschaftsaufgaben

    • Dekret über Verbot von Kinderarbeit, Gleichstellung von Männern und Frauen, Mutterschutz, Legalisierung von Abtreibungen, Aufhebung von Verbot der Homosexualität usw.

 

Die MLPD steht für die Freiheitsperspektive einer kommunistischen Gesellschaft.

So hat auch Sexistische Gewalt hat mit Machtverhältnissen zu tun. Die Macht, andere Menschen auszubeuten und zu unterdrücken – um damit auch die materielle Grundlage sexistischer Gewalt – wird erst im Sozialismus/Kommunismus ein Ende finden. Darüber müssen wir sicher intensiver diskutieren!

 

Lenin schrieb kurz vor der Oktoberrevolution:

Wir sind keine Utopisten und leugnen durchaus nicht die Möglichkeit und Unvermeidlichkeit von Ausschreitungen einzelner Personen und ebensowenig die Notwendigkeit, solche Ausschreitungen zu unterdrücken … Doch in unserem Streben zum Sozialismus sind wir überzeugt, daß er in den Kommunismus hinüberwachsen wird und daß im Zusammenhang damit jede Notwendigkeit der Gewaltanwendung gegen Menschen überhaupt, der Unterordnung eines Menschen unter den anderen, eines Teils der Bevölkerung unter den anderen verschwinden wird, denn die Menschen werden sich daran gewöhnen, die elementaren Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens ohne Gewalt und ohne Unterordnung einzuhalten.“1

Der Kapitalismus stellt unsere gesamte Lebensgrundlagen in Frage – weltweit besonders betroffen sind davon Frauen. Wir begrüßen daher, dass das Frauenbewusstsein in einigen Ländern wieder erwacht und sich politisiert. Nicht zuletzt ist das Thema sexuelle Gewalt unter dem #metoo weltweit ins Bewusstsein gerückt.

Reiht Euch ein in die kämpferische Frauenbewegung! Machen wir daraus einen unaufhaltbaren Strom des Kampfs für die Befreiung der Frau – in einer befreiten Gesellschaft!