Solidarität mit Khuadad S., Abschiebestopp für Afghanistan!

Kommt zum Protest vor dem Verwaltungsgericht am Mittwoch, 29. November 9.30 Uhr, Bayerstraße 30, München. Unterstützt Khuadad und alle Betroffenen durch eure Solidarität!
Solidarität mit Khuadad S., Abschiebestopp für Afghanistan!

Khuadad (2. Tafelträger von links) mit Freunden bei der Aktion Afghanischer Aufschrei am 3. April 17 vor dem Münchner Rathaus

Unser Freund Khuadad S. steht am Mittwoch, 29. November vor seinem Klageverfahren gegen eine drohende Abschiebung nach Afghanistan beim Verwaltungsgericht in München.

Heute Khuadad und morgen Ali, Ahmed, Murtasar, Mohammed, Naqibulla, Mirweis, Abdullah…...?

Khuadad berichtet: „Fast alle meine Freunde haben einen Negativbescheid vom BAMF erhalten. Wir alle haben vergleichbare Schicksale: Mein Vater wurde ermordet, weil er für die Regierung gearbeitet hat – aber keine Polizei in Afghanistan schert sich um so einen Mord. Meine Familie musste fliehen, weil wir nun selbst bedroht waren, besonders ich, wegen meinem Wissen über den einflussreichen Mörder meines Vaters.

So wie mir geht es vielen. Besonders gefährdet ist, wer sich weigert, für die Taliban zu kämpfen, oder für den IS, selbst Anschläge zu verüben. Wir können nicht in unser Heimatland zurück. Es würde sofort bekannt werden, es gibt ein dichtes Spitzelnetzwerk der verschiedenen militärischen Verbände. Abgeschobene müssen sich verstecken, viele vegetieren unter Lebensgefahr in den Slums von Kabul. Eine Rückkehr zur Familie würde auch diese gefährden.“ Soweit unser Freund Khuadad.

 

 Nikolausgeschenk von Thomas DeMaziere: Abschiebeflieger am Nikolaustag nach Afghanistan!

Nach kurzem Aussetzen der Abschiebungen nach Afghanistan, u.a. weil das Thema nicht den Wahlkampf stören sollte, geht es kontinuierlich weiter. Am 6. Dezember sollen von Frankfurt aus sogar 78 Personen abgeschoben werden. Laut PRO ASYL gab es aber im Oktober 2017 die blutigsten Anschläge in jüngster Zeit in Afghanistan. PRO ASYL nennt die geplanten Abschiebungen unverantwortlich und fordert einen sofortigen Abschiebestopp.

 

Das INTERNATIONALISTISCHE BÜNDNIS MÜNCHEN schließt sich dieser Forderung uneingeschränkt an.

Aber, die ganze reaktionäre Migranten- und Asylpolitik gehört angegriffen. Während die Rechte von Flüchtlingen auf Asyl, Bleiberecht und Familiennachzug immer mehr beschnitten werden, verschärft sich die offene Hetze gegen Flüchtlinge durch AFD und andere reaktionäre Kräfte. Geflohenen aus Afghanistan bescheinigt man eine „schlechte Bleibeperspektive“, um ihnen dann Arbeits- und Ausbildungserlaubnis zu verweigern. Statt Integration sehen sich viele Ehrenamtliche Helfer mit einer Desintegration der Behörden und der Regierung konfrontiert. Zusätzlich wurden in Bayern gefängnisartige Abschiebezentren errichtet, deren sofortige Auflösung wir mit vielen anderen fordern.

 

Schluss mit dem Abschiebeterror!

Verwirklichung der Menschenwürde, dazu gehört die Teilhabe an Arbeit und Ausbildung

Bekämpft Fluchtursachen, nicht Flüchtlinge

Für das Recht auf Flucht, keine Abschiebung, nirgendwohin.