Antifaschisten „schneller als die Polizei erlaubt“

27.02.2016 Drei Kundgebungen hatte die NPD im Münchner Norden angemeldet, jeweils vor einer Flüchtlingsunterkunft wollten sie ihre Hetze loswerden. Es geriet ihnen jedoch zum Spießrutenlauf.

Schon nach dem ersten Versuch im Hasenbergl blieb ihnen eine Teilnehmerin weg, … da warens nur noch vier.

Beim zweiten Versuch im Starenweg hatten sie auch nicht mehr Glück, die Zahl der Antifaschisten wuchs eher an. Auch die umliegenden Nachbarn fandens nicht sehr prickelnd, einer spielte schon mal bei geöffnetem Fenster „Imagine“ von John Lennon als Gegenprogramm zu den unerträglichen Naziparolen.

Weiter gings zum dritten Hotspot, an dem die Protestierenden schneller ankamen als die Aufpasser in grüner Uniform. Eine Polizistin kommentierte scherzhaft: “Ihr seid's ja schneller, als die Polizei erlaubt“. Die Nazis mussten nach so viel Gegenwind erst mal Pause machen. Zeit genug für Genossen der MLPD München-Nord zur Diskussion und Vertrieb der Broschüre zur Krise der bürgerlichen Flüchtlingspolitik. Interessant: manchen TeilnehmerInnen war das schon bekannt, ebenso wie das ICOR-Projekt in Kobanê.  Die Filmvorstellung über den Aufbau des Gesundheitszentrum am kommenden Montag im Werkstattkino stieß auf großes Interesse. Schließlich heizten etwa einhundert GegnerInnen dem jämmerlichen Haufen ein, ihr rassistischer Dreck ging im Konzert von Trillerpfeifen und Sprechchören unter, da half auch das reichliche Polizeiaufgebot nichts. Einmal mehr zeigten die MünchnerInnen – besonders die Jugend - Entschlossenheit: Kein Fußbreit den Faschisten!

 

MLPD München