Erklärung der MLPD München zur Kundgebung am 9.5. am Max-Joseph-Platz München "Gegen die infame Lüge von der ´Querfront-Veranstatlung von MLPD und Co'"

Wir weisen die im Internet verbreiteten antikommunistischen Behauptungen über eine angebliche Beteiligung an einer "Querfront-Veranstaltung" zurück. Die MLPD ist konsequent antifaschistisch und fordert seit Jahrzehnten das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Die Erlärung ist auch auf www.rf-news.de vom 14.5. zu finden.

Auf twitter wird von Robert Andreasch (a.i.d.a. München) zu einer Kundgebung am Samstag, 9.5. in München behauptet: „#Querfront-Veranstaltung von #MLPD & Co. auf dem Max-Joseph-Platz in #München redet ein #Neonazi vom "Dritten Weg" über "Amerikanisierung" und"Fremdherrschaft", bekommt viel Applaus und nur wenig Widerspruch.“Wir weisen diese Diffamierung der MLPD entschieden zurück. Die MLPD ist konsequent anti-faschistisch und lehnt jede Zusammenarbeit mit Faschisten, den Todfeinden des Kommunis-mus und der Arbeiterbewegung, strikt ab. Die MLPD hat sich am 9. Mai in München an keiner „Querfront-Veranstaltung“ beteiligt.Am Samstag 9.5. gab es in München mehrere Kundgebungen, die angaben, gegen Einschrän-kung der Grundrechte in Zeiten der Corona-Pandemie protestierten zu wollen. Genossen der MLPD beteiligten sich an einer Kundgebung auf dem Max-Josephsplatz. Diese wurde von ei-nem uns bekannten Kollegen mit antifaschistischem Anspruch angemeldet. Auf dem Flyer zur Kundgebung heißt es ausdrücklich: "Wir grenzen uns klar ab von rassistischem oder antisemi-tischem Gedankengut". Die Versammlungsleitung hatte auch zu Beginn der Kundgebung aus-drücklich bekannt gegeben, keine Faschisten am offenen Mikrophon zuzulassen. Von Seiten der Genossen der MLPD wurde dort unter anderem die Solidarität mit Geflüchteten zum The-ma gemacht – was guten Applaus bekam.Später ging ein nicht auffällig bekleideter junger Mann zum Offenen Mikro und vertrat die kru-de ultrarechte Theorie, Deutschland würde von USA beherrscht, er verherrlichte Nationalismususw. Von antifaschistischen Teilnehmern etwas außerhalb des abgegrenzten Kundgebungsbe-reichs wurde gerufen: "Der ist vom III. Weg, warum darf der reden?" Daraufhin wurde er von der Kundgebung ausgeschlossen, was die Genossen der MLPD entschieden forderten. In Re-debeiträgen auch der Stellverteterin des Versammlungsleiters wurde sein faschistischer Standpunkt kritisiert und die antifaschistische Grundlage der Aktion bekräftigt. Dass der Fa-schist "wenig Widerspruch" erhielt, ist deshalb nicht zutreffend. Allerdings wurde seine Dem-agogie von einer kleineren Gruppe von Zuhörern auch unterstützt, was wir in Diskussionen kritisierten.Das ist die Wahrheit, wer daraus einen „Querfront“-Vorwurf macht, muss sich fragen lassen, warum er die Tatsachen antikommunistisch verdreht!Es war ein Fehler, nur von dieser Kundgebung und ihrem Versammlungsleiter auszuge-hen, und uns in dieser Gemengelage nicht mit dem Kontext zu anderen Kundgebungen zubefassen, auf denen teilweise offen Faschisten auftreten.Wir werden uns auch künftig nichtan Kundgebungen beteiligen, die keine klare Grundlinie zur Unterstützung des notwendigen Gesundheitsschutzes haben oder solchen, die Spielraum für esoterische oder krude Ver-schwörungstheorien bieten. Das gilt auch für Aktionen, die gleichgesetzt oder verwechselt wer-den könnten mit Aktionen aus der ultrarechten und faschistischen Ecke. Die MLPD steht für verstärkten Schutz der Gesundheit – was gegen die umfassenden Forderung der Monopolver-bände durchgesetzt werden muss - und zugleich den Kampf gegen den politisch motivierten Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten. Wir arbeiten in der Münchener Montagsdemo mit – sie hat klare Prinzipien, eine fortschrittliche und klar antifaschistische Grundlage und bie-tet eine geeignete Plattform für Proteste gerade in Corona Zeiten. Die nächste Montagsdemo München „Montag ist Widerstandstag – Weg mit den Hartz-Geset-zen“ ist am Montag 8. Juni um 18 Uhr am Münchner Marienplatz.


Zum Aufruf der überparteilichen Kampagne „Gib Antikommunismus keine Chance“:

www.inter-buendnis.de/ueberparteilicher-aufruf-zur-kampagne-gib-antikommunismus-keine-chance