Fridays for Future – Rebellion für die Zukunft! Für Kapitalismuskritik und echte Überparteilichkeit - gegen antidemokratische, antikommunistische Spaltung

Neues Flugblatt der MLPD München... : Der Sommerkongress für Deutschland der Fridays-for-Future-Bewegung in Dortmund hat gezeigt: Die meisten der knapp 2000 Teilnehmenden wollen eine gesellschaftliche Veränderung, statt sich auf die ökologische Veränderung ihrer persönlichen Lebensweise zu beschränken. Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL begrüßen es sehr, dass durch die Fridays-for-Future-Bewegung eine neue, ausdauernde Widerstandsbewegung gegen die Umweltzerstörung entstanden ist und auf ihre Unabhängigkeit und Überparteilichkeit achtet. Wir sind aktiver Teil dieser Bewegung und halten nichts von solchen Versteckspielen. Sollen doch die Konzepte der verschiedenen politischen Richtungen zur Diskussion kommen, damit jede und jeder selbst entscheiden kann, was die wirksamsten Maßnahmen im aktiven Widerstand sind. Wir stehen vor allem für Maßnahmen, die das internationale Finanzkapital als höchst organisierten Hauptverursacher der mutwilligen Zerstörung der Umwelt für ihren Profit ins Visier nehmen und Widerstand dagegen entwickeln. So fordern wir u.a. Einführung eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs. ...

Das ganze Flugblatt

... Der neue Bericht des Weltklimarats macht deutlich: die
Entwicklung zu einer globalen Klima- und Umweltkatastrophe
verläuft rasanter als bisher angenommen. Das beschleunigte
Waldsterben, der Extremsommer 2018 und die Rekordtemperaturen in diesem Jahr machen die dramatische
Entwicklung offensichtlich. Das erfordert Sofortmaßnahmen,
die gegen die Hauptverursacher, gegen die Unterordnung unter die Profite der Konzerne durchgesetzt werden müssen.
Warum wird z.B. die Braunkohleverbrennung nicht sofort auf Kosten der Betreiber gestoppt, statt ihnen noch Milliarden Steuergelder in den Rachen zu werfen? Es geht nicht um Arbeitsplätze – die Arbeiter würden Jahrzehnte gebraucht, um die Umweltschäden wieder in Ordnung zu bringen und für zukünftige Umweltschutzmaßnahmen! Es geht einzig und allein um die
Sicherung des Profits der Konzerne! Dringend notwendig
ist der beschleunigte Aufbau einer internationalen
Widerstandsfront zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft.
Womit wir beim Thema sind: Wie kommt so eine Widerstandsfront
zustande?


Schluss mit diffamierender, antikommunistischer
und antidemokratischer Ausgrenzung


Ein Zusammenschluss aller ehrlichen Kräfte ist das
Gebot der Stunde. Verschiedene Vertreter des Orga-
Teams von FFF-München meinen, sie hätten die Entscheidung
über diese Frage gepachtet. Immer wieder wollen sie antikapitalistische Losungen untersagen.
Parteien wie die MLPD, aber auch andere werden daran
gehindert, ihre Fahnen und Plakate zu zeigen. Eine
Spaltung von FFF-Demos wie am 9.8.19 in München
schadet dem Schutz der Umwelt. In einer Demo zum
Klatschen gegen das Tragen von Parteifahnen aufzufordern,
hat nichts mit demokratischer Willensbildung
zu tun. Diese Ausgrenzung revolutionärer antikapitalistischer
Positionen ist grundsätzlich abzulehnen.
Wem nützt das? Doch nur den Kräften, die den Einsatz
der Jugend für den Schutz der Umwelt der herrschenden, bürgerlichen Politik anpassen wollen und auf Appelle
an diese orientieren. Es wäre doch richtig und würde zu Klarheit beitragen, am offenen Mikrofon auf den FFFDemos über unterschiedliche Positionen gleichberechtigt zu diskutieren. Wir rufen alle auf: Zeigt eure Fahnen, dokumentiert die Breite und die Vielfalt der Bewegung und ihren Gehalt, von Religion bis Revolution. Natürlich dürfen Rassisten und Faschisten keinen Platz haben!


Demokratische Rechte verteidigen, statt sie
zu zersetzen!


Es ist ein wichtiger Bestandteil des hart erkämpften Koalitionsrechts in Deutschland, ebenso ein Grundrecht, demokratische und sozialistische Fahnen und Symbole zu
zeigen. Nach dem Versammlungsrecht darf das in
Deutschland grundsätzlich nicht verboten oder ausgeschlossen
werden. Wo - unter anderem GRÜNE - Versammlungsleiter
oder gar die Polizei dies in letzter Zeit verschiedentlich zu unterbinden versuchten, sind sie allesamt politisch und juristisch gescheitert. Parteien und das Recht sich für seine Ziele zu organisieren sind eine sehr wichtige Errungenschaft des demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich wirken sie auf
jede Bewegung ein. Es gibt keinen Grund,warum Parteien
hier weniger Recht zum Auftreten haben sollen als andere
Vereinigungen. Es ist ein Märchen, dass bei FFF
„keine Parteien“ beteiligt seien. Vor allem Politiker der
GRÜNEN, aber auch Linkspartei, SPD über ihre Jugendorganisationen, nehmen massiv Einfluss um Fridays-for-
Future in systemkonformen Bahnen zu halten und die grundlegende Alternative zum kapitalistischen System auszugrenzen. Dazu verstecken sie sich und zeigen sich nicht offen und ehrlich! Tatsächlich haben diese Parteien, wo sie in Regierungsverantwortung sind oder waren, umweltpolitisch Dreck am Stecken: z.B. die Grünen, die als Regierungspartei im Landtag NRW für die Rodung des Hambacher Waldes gestimmt haben. Eine Spaltung auf antikommunistischer Grundlage muss von allen demokratischen und antifaschistischen Kräften abgelehnt werden. Spaltung schwächt, einheitliches Vorgehen stärkt. Die Spaltung ist objektiv der Versuch von Vertretern der bürgerlichen Parteien, die Bewegung zu kanalisieren, sie zahnlos zu machen und letzlich mit dem Kapitalismus zu versöhnen. Die völlig unverbindlichen Ziele des Pariser Klimaabkommens zur 1,5 Grad Obergrenze waren verbunden mit der Einführung des CO²-Zertifikathandels, also der Berechtigung, mit der Verschmutzung der Luft Profit zu machen. Dieser Kuhhandel schützt das Profitdiktat des Internationalen Finanzkapitals vor dem Umweltschutz. Das Einschwören auf das Pariser Abkommens führt in die Irre - es wurde im Einklang mit Konzerninteressen verabschiedet!


Sich organisieren:


Allein machen sie dich ein, das ist klar. Allein kann man
nicht mal eben die Welt retten, dazu braucht es starke Organisationen mit einem klaren Zukunftsprogramm.
Spontane Proteste sind wichtig, aber sie reichen nicht.
Die Erfahrung zeigt, sie flauen immer wieder ab oder
werden in bürgerliche, angepasste Bahnen gelenkt. So
können die dringendsten Probleme der Menschheit
nicht gelöst werden. Dazu muss man sich vor allem
schlau machen, wer die Gegner sind und wie ihre
Macht über die ganze Gesellschaft wirkungsvoll gebrochen
werden kann, nicht nur in der Umweltfrage.
Es geht um die ganze Zukunft, ob Umwelt, Frieden,
Arbeit, Fluchtursachen und Antifaschismus.
MLPD und REBELL sind revolutionäre Organisationen
und treten für den echten Sozialismus ein - als Gesellschaft
ohne Ausbeutung von Mensch und Natur. Organisier dich beim Jugendverband REBELL und in der MLPD.

Mehr
Infos: mlpd-muenchen.de, geschaeftsstelle@rebell.info
und rebell-muenchen@gmx.de.


Jugendumweltbewegung und Arbeiterbewegung
Hand in Hand.


Am 20. September wird zu einem weltweiten Klima-
Streiktag aufgerufen. Der Aufruf, dass Umweltbewegung
und Arbeiterbewegung gemeinsam kämpfen ist
genau richtig. MLPD und REBELL traten von Anfang
an für eine enge Zusammenarbeit von Jugend-, Umwelt-
und Arbeiterbewegung ein. „Kampf für Arbeitsplätze
und Umweltschutz“ ist daher eine wichtige
Losung der MLPD. Wir stehen auch hier für die Zukunftsinteressen
der Menschheit entgegen dem Versuch,
die ArbeiterInneninteressen gegen den Umweltschutz
auszuspielen. Das geht nur, wenn man die Profitinteressen
angreift, wenn man letztendlich das kapitalistische
System angreift, das ja gesetzmäßig auf der
Zerstörung der Umwelt beruht. Wir werden für diese
Demo in den Gewerkschaften, besonders in und vor
Betrieben mobilisieren.