Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Galeria Kaufhof Karstadt

„Um uns selber müssen wir uns selber kümmern!" ist darum ein altes Sprichwort der Arbeiterbewegung.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


mit Empörung haben wir vom geplanten Kahlschlag bei Kaufhof, Karstadt und Karstadt Sports gehört. Tausende Beschäftigte sollen innerhalb kürzester Zeit auf die Straße gesetzt werden. Eine
Frechheit! Jahre, oft Jahrzehnte, habt Ihr die Knochen und die Nerven für die Firma hergehalten und auch so manchen Kampf geführt gegen Lohnraub und andere „Sparmaßnahmen". 6000
Vollarbeitsplätze sollen vernichtet werden und in Essen als Hauptsitz des Konzerns kein Waren- und
Sporthaus mehr existieren.
Wie bei vielen anderen Betrieben soll auch hier die Corona-Krise als Begründung herhalten. Der eigentliche Hintergrund ist jedoch der kapitalistische Konkurrenzkampf mit seinem Zwang zur Profitmaximierung, der gesetzmäßig Krisen und Massenarbeitslosigkeit hervorbringt. Dies wurde durch die Corona-Krise lediglich massiv verschärft. Die Krisenlasten sollen die Arbeiter und tragen, die Konzernchefs springen unter den nächsten „Rettungsschirm" der Regierung. Die bürgerliche Politik ist heute direkter Dienstleister der Konzerne, garniert mit ein paar Krokodilstränen. „Um uns selber müssen wir uns selber kümmern!" ist darum ein altes Sprichwort der Arbeiterbewegung.
Wir möchten Euch ermuntern, sich mit anderen Betroffenen branchenübergreifend zu verbünden und einen gemeinsamen Kampf aufzunehmen. Dabei helfen wir gerne mit unserer Erfahrung und Verbindungen. Solidarität ist eine starke Waffe! So erreichten die Opel-Arbeiter in Bochum in ihrem 7-tägigen Streik 2004, dass das Werk noch 10 Jahre bestehen blieb. Eine Zukunft ohne Arbeitslosigkeit und Verarmung kann es erst in einer Gesellschaft geben, wo der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt steht. Für die MLPD ist dies der echte Sozialismus.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein Plan zur Arbeitsplatzvernichtung kann auch durchkreuzt werden! Dazu müssen wir uns auch in Deutschland endlich ein allseitiges gesetzliches Streikrecht erkämpfen. Wir begrüßen die Ankündigung der Gewerkschaft ver.di, um jeden Arbeitsplatz zu
kämpfen. Wir werden Euch tatkräftig unterstützen. Ihr habt unsere volle Solidarität!


Mit kämpferischen Grüßen
Heinz Ziegler
für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands, München