Türkei startet Angriff auf Rojava - Morgen, Donnerstag, ist "Tag X": Aufruf zu Protesten und Demonstrationen überall

Wir rufen alle Menschen auf: Morgen, Donnerstag 10.10.2019 wird zu einer Demonstration Tag X mobilisiert: 18 Uhr Rotkreuzplatz München (U1) ||| Am Samstag 12.10. ist eine Demonstration um 13 Uhr in München, Auftakt am Karl-Stützle-Platz (Ecke Luisenstr. / Elisenstr.) Nähe Hauptbahnhof
Türkei startet Angriff auf Rojava - Morgen, Donnerstag, ist "Tag X": Aufruf zu Protesten und Demonstrationen überall

Türkische Truppen greifen Rojava an (screenshot)

Heute Nachmittag begann der völkerrechtswidrige Angriffskrieg des faschistischen Präsidenten der Türkei, Erdogan, gegen Rojava/Nordsyrien.

 

Türkische Kampfflugzeuge bombardieren Stellungen der Selbstverteidigungskräfte, Artillerieangriffe laufen an verschiedenen Orten. Es gab auch bereits erste zivile Opfer. ANF berichtet heute Abend: "Die Bevölkerung von Nord- und Ostsyrien bewaffnet sich und geht zum Widerstand über." In Rojava hatte zuvor bereits eine Generalmobilmachung eingesetzt. Erste Protestdemonstrationen haben begonnen.

 

Heute Nachmittag (Mittwoch)  schrieb Nilüfer Koc, Ko-Vorsitzende des kurdischen Nationalkongresses (KNK), an Monika Gärtner-Engel: "Im wahrsten Sinne des Wortes ist bei uns die Hölle los. Die Türkei hat jetzt angefangen, die Region Serekanye (Ras al Ain) zu bombardieren. Für uns ist es jetzt wichtig, hochrangige Delegationen aus dem Ausland dorthin zu schicken. Es marschieren jetzt ohnehin tausende Kurden und Araber als Schutzschilder an die Grenze."

MLPD verurteilt den Angriff entschieden

Monika Gärtner-Engel, die Internationalismusverantwortliche der MLPD, erklärt für die MLPD: „Die MLPD verurteilt entschieden den Angriff der faschistischen Regierung der Türkei unter Präsident Erdogan, der die Absicht hat, das Gebiet der demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien militärisch zu besetzen.“ Die Aggression der Türkei gefährdet auch den Weltfrieden. Die Türkei stößt hier als Staat des aggressiven imperialistischen NATO-Bündnisses auf den erklärten Widerstand von Syrien und der Neuimperialisten Russland, China und Iran.

Entschlossenes Festhalten am erweiterten Solidaritätspakt der ICOR

Monika Gärtner-Engel prangert den Einmarsch an: "Der militärische Einmarsch der Türkei in Nordostsyrien ist ein imperialistischer, völkerrechtswidriger Besatzungskrieg, der seinen letzten Höhepunkt in der Invasion nach Efrin im März 2018 hatte. Die QSD (Demokratische Kräfte Syriens) haben erklärt, dass sie mit allen ihren Kräften Widerstand leisten werden. Sie können sich dabei der Solidarität der fortschrittlichen Kräfte auf der ganzen Welt sicher sein! Die MLPD als Organisation in der ICOR erklärt ihr entschiedenes Festhalten an der im erweiterten Solidaritätspakt auf der 3. Weltkonferenz beschlossenen Selbstverpflichtung."

 

In dieser Selbstverpflichtung heißt es: "Die ICOR und ihre Mitgliedsorganisationen unterstützen, initiieren und organisieren Protest-, Solidaritäts- und Widerstandsaktionen und erzieht die Massen im Geist der internationalen Solidarität. Für den Fall einer akuten Zuspitzung der Angriffe auf Rojava wird zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen." Zu einem solchen ersten weltweiten Aktionstag ruft die kurdische Bewegung zum 12.10.2019 auf, was von der MLPD nachdrücklich unterstützt wird.

 

Monika Gärtner-Engel weist darauf hin: "Die Bekämpfung von Freiheit, Demokratie und Aktionsfähigkeit von Rojava ist im Kern nichts anderes als eine Ermutigung und Stärkung der faschistischen Kräfte des IS, nachdem dieser vornehmlich von YPG und YPJ Niederlage um Niederlage bekommen haben." Seit der Befreiung von Kobane und Rojava wird dort unter schwierigsten Bedingungen eine demokratische, alle Ethnien umfassende Gesellschaft aufgebaut, in der die Gleichstellung von Mann und Frau genauso gesellschaftliche Leitlinie ist, wie ein ökologisches Leben und Wirtschaften.

Völlig inakzeptabel: Unterstützung von Erdogan durch BRD-Imperialismus

Monika Gärtner-Engel: "Die Bundesrepublik unterstützt mit ihren Waffenlieferungen und im Rahmen der NATO in völlig unakzeptabler Weise Erdogan. Der eingeleitete Abzug der USA zeigt das üble doppelzüngige Spiel des US-Imperialismus. Das unterstreicht wie gut die Kräfte Rojavas daran tun, sich niemals vom US-Imperialismus abhängig zu machen. Der Kampf um Demokratie und Freiheit kann sich nur im Kampf gegen alle imperialistischen Mächte - in der Region besonders USA, Russland, China, EU, Türkei, Iran und Israel – Bahn brechen. Um den Imperialismus und damit imperialistische Kriege zu beseitigen, ist es unabdingbar, die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt zu erkämpfen."

Entfalten wir die internationale Solidarität! Donnerstag ist Tag X!

Wo heute bereits spontane Proteste stattfinden, beteiligen sich MLPD und REBELL aktiv! Ansonsten sollen überall morgen Kundgebungen und Demonstrationen gemeinsam mit den kurdischen Freundinnen und Freunden organisiert werden. In vielen Städten hat man sich bereits für 18 Uhr an zentralen Plätzen verabredet. Morgen, Donnerstag, ist Tag X!

 

Die MLPD unterstützt  aktiv einen weltweiten Aktionstag am Samstag, dem 12. Oktober 2019, zu dem die kurdische Bewegung aufruft, besonders mit regionalen Aktivitäten.

  • Hände weg von Rojava!
  • Für das Selbstbestimmungsrecht der Demokratischen Selbstverwaltung von Nordostsyrien!
  • Für die völkerrechtliche Anerkennung der Demokratischen Föderation Nordostsyriens!
  • Sofortige Beendigung aller wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und der faschistischen Türkei!
  • Abzug aller imperialistischen Truppen aus Syrien!
  • Für Frieden, Freiheit und Sozialismus!